Austausch mit Befürwortern der B64n

Um sich ein eigenes Bild über den geplanten Bau der B64n zu machen, haben sich die Jugendlichen der Arbeitsgruppe „B64n“ überlegt, eine/n Befürworter/in sowie eine/n Gegner/in des Baus zu einem Gespräch einzuladen.

Nach dem Austausch mit einem Gegner der B64n, fand nun am 12.Juni ein Gespräch mit Herrn Carl Pinnekamp, einem Stellvertreter der IHK und Befürworter der B64n statt.

Zur Person:

  • Unternehmer in Warendorf
  • Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Warendorf

Pinnekamps Argumente für den Bau der B64n:

  • Mehrheit der Unternehmer in der IHK befürworten den Bau der B64n
    • B64n hat Kostenvorteile für Unternehmer
  • Deutscher Gewerkschaftbund ebenfalls für den Bau der B64n
    • Fahrtzeit zur Arbeit mit der B64n geringer (bringt u.a. Vorteile für Personen, die nur halbtags arbeiten)
  • Bisher: viel Stop & Go auf der B64 augrund der Vielzahl an Ampeln und Bahnübergängen (Bundeseisenbahngesetz: alle Autos müssen stehen, wenn ein Zug kommt)
    • dadurch viel Zeitverlust für LKWs und Autos
    • besonders betroffen: Spediteure, da sie vom Transport leben
    • fahren nun Umwege über Ortschaften, wodurch mehr Schadstoffe produziert werden
  • Nach Bau der B64n: fließender Verkehr und dadurch weniger Schadstoffproduktion
  • Straßenverkehr nimmt stetig zu (z.B. aufgrund von erhöhten Internetkäufen)
    • durch B64n: Entlastung der innerstädtischen Straßen (z.B. Reichenbacherstraße)
  • B64n für den Wettbewerb mit ausländischen Unternehmen wichtig
    • Unternehmen sind auf schnelle Lieferungen angewiesen, da dadurch Kosten eingespart und die Waren kostengünstiger verkauft werden können
    • außerdem sind z.B. Handwerker aus Warendorf auf tägliche „Just-in-Time-Lieferungen“ angewiesen (weil Lagerhäuser teuer sind)
  • 2+1 Lösung
    • ist nur 1m größer als die jetzige B64 und hat auch keine Autobahnausmaße
      • Autobahn: 28m
      • B64n: 15,50m mit Böschungsstreifen
    • bietet eine erhöhte Verkehrssicherheit
    • Unfallkostenrate auf dem nordrhein-westfälischen Teil der B 64 (2015): 22,54€ pro 1000 gefahrenen Autokilometern
    • durch die B64n: Chance einer Halbierung der Kosten

Weitere Anmerkungen von Herrn Pinnekamp:

  • Stadtstraße Nord keine gute Alternative
    • Kreisverkehre schwierig für LKWs
    • Anwohner ebenso betroffen
  • Ausbau des Güterzugverkehrs auch keine gute Alternative
    • funktioniert zwar gut auf Langstrecken, ist auf Kurzstrecken aber sehr aufwändig beim Umladen
      • geht dann auf Zeit & Kosten der Unternehmen
  • Flora und Fauna wird beim Bau der B64n berücksichtigt
  • Einige mittelständische Unternehmer in Warendorf lehnen zwar die jetzige Form der B64n ab, aber nicht den gesamten Bau
  • Unmittelbare Auswirkungen, wenn die B64n nicht gebaut wird:
    • Unternehmen ziehen weg (z.B. bei einer Expansion)
      • Nicht Arbeitnehmerfreundlich, da Arbeitsnehmer dann weitere Strecken fahren müssten
    • es lassen sich keine neuen Unternehmen in Warendorf nieder

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